A Dr. med. Sabine Lange
Lasertherapie von gutartigen Hautläsionen
In unserer Praxis steht ein Erbium Laser MCL 31 (2940 nm) der Fa. Asclepion
zur Verfügung.

Eine große Vielfalt von gutartigen Hautveränderungen kann damit schonend
und schmerzarm entfernt werden. Das spezielle optische System erlaubt eine mikrometerfeine Abtragung der störenden Hautveränderungen. Er ist zur Abtragung von störenden, gutartigen Hautveränderungen wie Alterswarzen, Stielwarzen, Sonnenflecken, Xanthelasmen (Fetteinlagerungen) aber auch Windpockennarben oder Aknenarben hervorragend geeignet.

Die Haut wird durch extrem kurze und schnelle Lichtimpulse nicht „verbrannt“ sondern „kalt verdampft“. Gleichzeitig wird die Hauterneuerung angeregt.
Die Abheilung erfolgt rasch ohne Hinterlassung von sichtbaren Spuren.
Bei kleinen Abtragungen ist eine lokale Anästhesie nicht erforderlich.

Je nach Größe der behandelten Areale kann der Patient bereits nach wenigen Tagen seinen gewohnten Alltagstätigkeiten wieder uneingeschränkt nachgehen. Sonnenschutz sollte ca. 4-6 Wochen nach der Behandlung erfolgen.


Laserbehandlung von aktinischen Keratosen

Aktinische Keratosen sind UV-bedingte, nach übermäßiger Sonnenbestrahlung der Haut über einen langen Zeitraum entstandene Vorstufen von weißem Hautkrebs i.S. von sogenannten Präkanzerosen. Wissenschaftlich werden sie als Carcinoma in situ eingestuft und sind somit zwingend behandlungsbedürftig.
Sie verhalten sich aber biologisch gutartig, können aber unbehandelt in ein bösartiges spinozelluläres Karzinom übergehen.

Die Diagnose kann in der Regel klinisch gestellt werden. Bei Läsionen unklarer Dignität wird eine feingewebliche Untersuchung durchgeführt.

Neben der zielgerichteten Behandlung wie der Kryotherapie, (Vereisung), Kürretage (Abtragung mit Curette), oder Dermabrasion (Schleifbehandlung) sind
je nach Ausprägung und Flächenbefall auch feldgerichtete, medikamentöse Behandlungsoptionen mit immunmodulierenden oder lokal zytostatischen Substanzen in Gel-oder Cremeform (Imiquimod, 5-Fluoruracil, Ingenolmebutat) oder chemisches peeling indiziert. Ein Nachteil letzterer ist die lange Behandlungsdauer über 6 Wochen und/oder die behandlungsbedingte vorübergehende Entzündungsreaktion. Allerdings ist diese Behandlung bei entsprechender Indikation oft nachhaltiger, da neben den sichtbaren auch die noch latenten UV-Schäden erfasst werden. Bei großflächigem Befall und starker Lichtschädigung kommt die photodynamische Therapie zum Einsatz.
Die spezielle Belichtung erzeugt eine starke, sonnenbrandähnliche Reaktion mit Rötung, Schuppung und anschließender Abstoßung der geschädigten Hornschicht.

Die ablative (abtragende) Lasertherapie hat sowohl bei umschriebenen als auch flächig verteilten aktinischen Keratosen den Vorteil einer raschen Abheilung innerhalb von 3-5 Tagen bei gleichzeitig hervorragenden kosmetischen Ergebnissen. Pigmentveränderungen oder Narbenbildung – wie sie z.T. nach herkömmlichen Abtragungsverfahren resultieren können - sind in der Regel nicht zu erwarten. Die Lasertherapie von aktinischen Keratosen sollte aber immer individuell ausgerichtet sein und sich an Ausprägungsgrad, Fläche und Lokalisation orientieren bzw. in Kombination mit anderen Therapieverfahren erfolgen. Die Auswahl der Therapieverfahren wird in einem ausführlichen Gespräch im Vorfeld festgelegt und sollte immer die Erwartungshaltung und Kooperationsfähigkeit des Patienten berücksichtigen.